Die Ausgrenzung durch andere ist verletzend. Wer gemobbt wird, fühlt sich zurückgesetzt reagiert mit Wut oder Trauer.      +++       Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation brachte es an den Tag: der Klimawandel beeinflusst auch die Gesundheit. Untersucht hat die Studie den Einfluss von Wetter, Luftverschmutzung und Verseuchung von Lebensmitteln und Wasser auf das menschliche Befinden. Allgemeine Ergebnisse: Die Welt wird wärmer und das beeinflusst natürlich auch Fauna und Flora - die gute sowie die böse.Einige Ergebnisse der Studie sind:-Etwa zwei Prozent aller Durchfall- und Malariaerkrankungen sind durch klimatische Änderungen bedingt, denn die vermehrten Regenfälle erhöhen die Feuchtigkeit und die Krankheit-auslösenden Bakterien können sich besser vermehren.-Die Sommer wurden in den 90er Jahre immer heißer und kosteten etwa 20 000 Menschenleben. Zwar ließe sich dies nicht ursächlich auf den Treibhauseffekt zurückführen, so die Studie, aber der Trend hin zu hohen sommerlichen Temperaturen habe eindeutige Tendenz.      +++      
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Unser Thema des Monats April 2018: Richtiges Handeln bei Verbrennungen und Verbrühungen
Mit dem Feuer gespielt – Richtiges Handeln bei Verbrennungen und Verbrühungen

Wir umgeben uns mit Hitze und Wärme, dennoch geschehen im Alltagsleben relativ wenige Unfälle, bei denen es zu schwereren  Verbrennungen kommt. Denn unsere Haushaltsgeräte sind weitgehend sicher. Anders wird das, wenn wir uns mit offenem Feuer umgeben, zum Beispiel in der Grillsaison oder im Herbst, wenn man sich nach einem gemütlichen Kaminfeuer sehnt. Und besonders gefährlich wird es, wenn man mit Spiritus umgeht oder sich Fett versehentlich zu stark erhitzt. Aber auch Kerzenlicht kann, wenn man nicht aufpasst, zu (kleineren) Bränden und damit zur Gefährdung führen. Auch im Sommer ist man nicht gefeilt: Ein Sonnenbrand ist nichts anderes als eine Verbrennung.

Unter „Verbrennung“ versteht man die Schädigung von Körpergewebe, in engerem Sinne der Haut, durch übermäßige Hitzeeinwirkung. Ist die Verbrennung durch heiße Flüssigkeit entstanden, spricht man von einer „Verbrühung“.
Verbrennungen können durch eine Vielzahl verschiedener Substanzen entstehen, ob sprühende Funken und Glut bei einem Lagerfeuer, zu intensive Sonneneinstrahlung oder durch chemische Stoffe. Heiße (Hohl-)körper wie Herdplatten, Kochtöpfe und Tassen sind ebenfalls eine Gefahrenquelle. Und auch Dämpfe und mechanische Reibung können zu Verbrennungen führen.: Wenn man ein Seil zu schnell durch die Hand zieht, beispielsweise beim Abseilen von einer Kletterwand oder beim Klettern in der Natur, resultieren typische Hautreaktionen: Die Haut schmerzt, brennt und rötet sich. Nach einiger Zeit bilden sich flüssigkeitsgefüllte Blasen. Von den eigentlichen Verbrennungen abzugrenzen ist die Kälteverbrennung, die eine Form der Erfrierung darstellt. Sie ruft ähnliche Schäden auf der Haut hervor, wie zu starke Hitzeeinwirkung, entsteht aber durch extreme Kalteinflüsse.

Je nach Schwere der Hautschädigung unterscheidet man bei Verbrennungen zwischen drei Schweregraden. Bei schwereren Verbrennungen treten nicht nur örtlich begrenzte Schädigungen auf, sondern der gesamte Körper droht zu kollabieren. Es kann zu einem Kreislaufschock kommen. In Folge der Verbrennung bleiben zudem langfristige Schädigungen zurück, es kann zu Entzündungsreaktionen und Narbenbildung kommen.

Die leichteste Form der Verbrennung ist die Verbrennung ersten Grades. Wenn man zum Beispiel eine heiße Herdplatte oder Ofenklappe berührt, zieht man seine Hand automatisch blitzschnell zurück. Dieser Reflex hilft, Schlimmeres zu vermeiden. Zurück bleibt dennoch häufig eine brennende rote Hautpartie. Blasen bilden sich meistens nicht. Wenn dies doch der Fall ist, spricht dies für eine Verbrennung zweiten Grades. Einige Tage nach dem Vorfall bildet sich in beiden Fällen meist eine feine Kruse. Wochen und Monate später kann die Haut noch verfärbt sein und an den Vorfall erinnern. Folgeschäden für den Organismus treten aber nicht auf.

Bei einer Verbrennung ersten Grades ist nur die erste Hautschicht betroffen. Es kommt zu Schwellungen und Schmerzen, die mit der Zeit aber von alleine abklingen. Gut ist es, die verbrannte Hautpartie direkt nach dem Vorfall zu kühlen, zum Beispiel mit kaltem Wasser oder Kühlkissen. Nach einigen Minuten nehmen die Schmerzen ab. Narben bilden sich nicht. Das kann, muss aber nicht, bei Verbrennungen zweiten Grades der Fall sein. In diesem Fall ist neben der ersten Hautschicht, der Epidermis, auch die tiefer liegende Dermis betroffen. Es bilden sich auf der Haut in Folge der Hitzeeinwirkung Blasen. Je nachdem, wie tief die Schädigung der Dermis ist, unterscheidet man die Grade 2a und 2b. In letzterem Fall resultieren neben Blasen auch Narben auf der Haut.

Bei Verbrennungen dritten Grades sind alle drei Hautschichten zerstört. Man spricht von einer „Nekrose“. Das Gewebe sieht schwarz, grau oder weiß aus. In jedem Fall sieht man sofort, dass die betroffene Körperpartie stark beschädigt ist wenn nicht komplett abgestorben. Hauttransplantationen sind in diesem dritten Stadium die typische Behandlungsmethode. Bei derartig schweren Verbrennungen muss der Betroffene selbstverständlich sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Bei weniger schweren Verbrennungen gibt es eine wichtige Sofortmaßnahme: Kühlen. Verbrannte Kleidung muss vorher entfernt werden, damit sie später nicht mit der Wunde verklebt. Sind Textilien bereits mit der Wunde verklebt, sollten sie dort belassen werden.

Geeignet zum Kühlen ist kaltes fließendes Wasser. Sinnvoll kann es zum Beispiel sein, den Patienten unter eine kalte beziehungsweise kühle Dusche zu stellen oder den betroffenen Körperteil in eine Wanne mit kaltem Wasser zu legen und dort einige Zeit zu lassen. Bei großflächigen Verbrennungen sollte allerdings nicht länger als 20 Minuten gekühlt werden, um ein Auskühlen des gesamten Körpers zu vermeiden. Keinesfalls sollten Hausmittel wie Mehl zum Einsatz kommen. Derartige Mittel führen in vielen Fällen zu einer deutlichen Verschlimmerung des Zustands.

Durch das Kühlen nehmen die Schmerzen auch direkt ab. Beim Kühlen mit Eis ist allerdings Vorsicht geboten. Denn die Haut ist ein empfindliches Organ, und beim direkten Kontakt von Eis mit der Haut können schnell Erfrierungen entstehen. Auch sollte die verbrannte Haut nicht zu kalt werden.

Bei Verbrennungen im Gesicht kann das Gurgeln mit kaltem Wasser Linderung verschaffen. Nach dem Kühlen sollten die Wunden nach Bedarf mit Verband oder Pflastern abgedeckt werden, und zwar so, dass der Verband nicht zu fest, sondern nur locker aufliegt und damit keine Gefahr besteht, dass er mit der Wundeverklebt. Wichtig ist es zudem, die Wunde keimfrei zu halten, um eine optimale Wundheilung zu garantieren.